Egli Zunft Horw


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2004

Fasnacht > Plakette

Egli-Zunft nimmt Abschied von „Horwer Originalen“

Jahre hat Toni Muff, Lehrer und Mitglied der Egli-Zunft, der Horwer Fasnachtsplakette den Stempel aufgedrückt. Seine Serie der „Horwer Originale“ geniesst heute schon bald Sammlerwert. Nicht, dass ihm die Originale ausgegangen wären – nein – nach einem Vierteljahrhundert Plakettendesign wollte Toni Muff einem Nachfolger mit neuen Ideen den Stab weiterreichen.

Somit stand die Egli-Zunft vor der Frage, wie es mit der Horwer Fasnachtsplakette weiter gehen soll. Mit Harald Laube, Horwer Österreicher mit Goldschmiede in Luzern konnte glücklicherweise schon bald ein würdiger Nachfolger gewonnen werden. Und Laube erhielt auch gleich von Plakettenmeister Werner Ochsner die Vorgabe, ein Sujet zu finden, das sich auf Horw bezieht, in Variationen über mindestens fünf Jahre anwendbar ist, und natürlich fasnachtstypisch daherkommt.

Nach einigen Stunden des Grübelns war es schliesslich der Geistesblitz von Werner Ochsner, der den Grundstein zum neuen Sujet der Plakette legte: „HORWER FISCHE“. Und wie passionierte Fischer versicherten, reicht dieses Thema für gut und gerne 10 Jahre, denn eben so viele Fischarten sollen sich in den Horwer Gewässern tummeln.

Horwer Fasnachtsplakette 2004

Dass der Erstling der neuen Plakettenserie mit dem „Egli“ beginnt, das seinerzeit der Zunft den Namen verlieh, liegt auf der Hand, bzw. im Wappen der Zunft. Das Egli – oder korrekterweise Flussbarsch – ist ein geselliger Schwarmfisch und lebt in Seen und Flüssen. Es kann bis 60 cm lang und bis zu 3 kg schwer werden und schnappt als Raubfisch nach allem, was sich bewegt. Doch was wohl haben Fische mit Fasnacht gemeinsam?

Wer fühlt sich nicht gerne frei und unbeschwert wie ein Fisch im Wasser? Ist es nicht gerade die Fasnacht, die dem Menschen ein wenig von eben diesem Wohlgefühl schenkt und ihn den Alltag für eine kurze Zeit vergessen lässt. Fasnacht, das ist Eintauchen und Abtauchen in eine andere Welt, alles Irdische an der Oberfläche zurücklassend, im Meer der Rhythmen einer Guggenmusik untergehen und doch die Realität nicht ganz aus den Augen verlieren, wie der Fisch, der immer wieder mal auftaucht. Doch allzu tief untergetauchte Fasnächtler riskieren, im Trüben zu fischen, und nicht immer bekommt es ihnen gut. Darum, Fasnächtler sei ermahnt: „Wie die Fische ungetrübtes Wasser schätzen, so sei auch Du daran erinnert, dass ein Schluck klares, sauberes Wasser zwischendurch am nächsten Tag für Wohlbefinden sorgt.“

Fische gehören zum See wie die Eglizunft zu Horw! Beide wollen gepflegt werden, damit sie gut gedeihen und uns noch lange erhalten bleiben.

Harry Laube
Plakettendesigner


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